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Bericht&Protokoll GV 2017

Neue Vereinsstatuten und die Reitwege der Zukunft standen im Zentrum

Zahlreiche Mitglieder der Vereinigung Pferd (VP) fanden sich am 17. März für die Generalversammlung im NPZ Bern ein. Präsident Beat Wampfler führte gewohnt effizient durch den ordentlichen Teil. Die Mitglieder sprachen sämtlichen Geschäften zu. Im Anschluss übergab Wampfler das Wort an Ruedi Jenny. Der engagierte Vizepräsident des Vereins Pferd und Umwelt Linthgebiet und Glarnerland (VPULG) sprach in seinem Gastreferat über seine Erfahrungen und Bedenken hinsichtlich der heutigen und künftigen Reitwege.

Im Jahresbericht beleuchtete Präsident Beat Wampfler die wichtigsten Tätigkeiten des letzten Vereinsjahres und warf auch einen Blick nach vorne. Wiederum konnte die VP einigen ihrer Mitglieder in diversen Rechtsfragen im Raumplanungsbereich behilflich sein. Ausserdem widmete die VP einen Grossteil ihrer Arbeit der Erhaltung des Freibergerpferdes. Einerseits erfolgte dies durch klassische politische Aktivitäten wie Lobbyarbeit oder Stellungnahmen, welche die VP gemeinsam mit geleichgesinnten Vereinen und Organisationen ausarbeitete. Andererseits unterstützte die VP verschiedene Freibergerveranstaltungen finanziell sowie organisatorisch und half auch ihren Mitgliedern direkt mit dem FM-Exportservice. Dabei werden die Kosten und administrativen Aufwände bei ins Ausland verkauften Freibergern übernommen. Die VP möchte damit dem Abwärtstrend der Zucht entgegenwirken und die Freibergerzüchter motivieren, ihre Zucht weiterzuführen, ohne vor hohen Gebühren und «Papierkrieg» zurückschrecken zu müssen.

Im kommenden Vereinsjahr möchte die VP vermehrt der engeren Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Vertreten aus der Romandie nachgehen, diese intensivieren und damit den Auftritt der Pferdebranche stärken. Die neue Internetseite, die an der GV 2016 präsentiert wurde, steht nun auch auf Französisch zur Verfügung.

Neue Statuten genehmigt, neuer Beisitzer gewählt

Vorstandsmitglied Monique Hofer erklärte, dass das Ziel der Statuenrevision insbesondere die Vereinfachung und Kürzung war. Zudem wurde der Zweck des Vereins an die heutigen Gegebenheiten angepasst und die Ausgabenkompetenz des Vorstands erhöht. Dies ermöglicht, die FM-Exporthilfe und Sponsoring-Angelegenheiten effizienter erledigen zu können. Wie auch alle anderen Geschäfte, wurden die vorgelegten Statuten von der Versammlung gutgeheissen. Als neuer Beisitzer wurde Samuel Schär einstimmig in den Vorstand gewählt. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden bestätigt.

Aufgepasst, dass die Reitwege nicht verschwinden 

Gastreferent Ruedi Jenny, Vizepräsident des Vereins Pferd und Umwelt Linthgebiet und Glarnerland (VPULG), berichtete unter dem Titel «Ausreiten in der Zukunft und wo reiten wir noch durch?» über seine Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erhaltung von Reitwegen in seiner Region. «Rund ein Drittel der Reitwege sind durch raumplanerische Umstrukturierungen bereits gestrichen worden», so Jenny. «Und weitere werden folgen, wenn man sich nicht rechtzeitig um die Verankerung des Pferdes als Verkehrsteilnehmer kümmert.» Er wünscht sich eine zentrale Kompetenzstelle auf nationaler Ebene. Denn er ist sich sicher, dass dieser Raum auch in anderen Regionen der Schweiz vermehrt unter Druck geraten wird. Der engagierte Mann appellierte deshalb an alle Vereine, sich stärker und vor allem rechtzeitig dafür einzusetzen. «Wenn raumplanerische Massnahmen anstehen, sollten Reitwege darin verankert werden, wie dies auch für andere Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger oder Velofahrer der Fall ist.» Ansonsten werde das Pferd sukzessive von den Naturwegen verdrängt. Aus eigener Erfahrung weiss er: «Wo ein Reitverbot erst einmal steht, da kommt es nicht so einfach wieder weg.»

 

GV 2017_Protokoll