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Hindernis Vereinigung Pferd

Liebe Parcoursbauer, liebe Veranstalter. Wir stellen Ihnen gerne unser schönes Hindernis mit unserem Logo zur Verfügung.

Anfragen und Reservationen nimmt Niklaus Bernhard entgegen: 079 302 09 69.

 

Bericht&Protokoll GV 2017

Neue Vereinsstatuten und die Reitwege der Zukunft standen im Zentrum

Zahlreiche Mitglieder der Vereinigung Pferd (VP) fanden sich am 17. März für die Generalversammlung im NPZ Bern ein. Präsident Beat Wampfler führte gewohnt effizient durch den ordentlichen Teil. Die Mitglieder sprachen sämtlichen Geschäften zu. Im Anschluss übergab Wampfler das Wort an Ruedi Jenny. Der engagierte Vizepräsident des Vereins Pferd und Umwelt Linthgebiet und Glarnerland (VPULG) sprach in seinem Gastreferat über seine Erfahrungen und Bedenken hinsichtlich der heutigen und künftigen Reitwege.

Im Jahresbericht beleuchtete Präsident Beat Wampfler die wichtigsten Tätigkeiten des letzten Vereinsjahres und warf auch einen Blick nach vorne. Wiederum konnte die VP einigen ihrer Mitglieder in diversen Rechtsfragen im Raumplanungsbereich behilflich sein. Ausserdem widmete die VP einen Grossteil ihrer Arbeit der Erhaltung des Freibergerpferdes. Einerseits erfolgte dies durch klassische politische Aktivitäten wie Lobbyarbeit oder Stellungnahmen, welche die VP gemeinsam mit geleichgesinnten Vereinen und Organisationen ausarbeitete. Andererseits unterstützte die VP verschiedene Freibergerveranstaltungen finanziell sowie organisatorisch und half auch ihren Mitgliedern direkt mit dem FM-Exportservice. Dabei werden die Kosten und administrativen Aufwände bei ins Ausland verkauften Freibergern übernommen. Die VP möchte damit dem Abwärtstrend der Zucht entgegenwirken und die Freibergerzüchter motivieren, ihre Zucht weiterzuführen, ohne vor hohen Gebühren und «Papierkrieg» zurückschrecken zu müssen.

Im kommenden Vereinsjahr möchte die VP vermehrt der engeren Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Vertreten aus der Romandie nachgehen, diese intensivieren und damit den Auftritt der Pferdebranche stärken. Die neue Internetseite, die an der GV 2016 präsentiert wurde, steht nun auch auf Französisch zur Verfügung.

Neue Statuten genehmigt, neuer Beisitzer gewählt

Vorstandsmitglied Monique Hofer erklärte, dass das Ziel der Statuenrevision insbesondere die Vereinfachung und Kürzung war. Zudem wurde der Zweck des Vereins an die heutigen Gegebenheiten angepasst und die Ausgabenkompetenz des Vorstands erhöht. Dies ermöglicht, die FM-Exporthilfe und Sponsoring-Angelegenheiten effizienter erledigen zu können. Wie auch alle anderen Geschäfte, wurden die vorgelegten Statuten von der Versammlung gutgeheissen. Als neuer Beisitzer wurde Samuel Schär einstimmig in den Vorstand gewählt. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden bestätigt.

Aufgepasst, dass die Reitwege nicht verschwinden 

Gastreferent Ruedi Jenny, Vizepräsident des Vereins Pferd und Umwelt Linthgebiet und Glarnerland (VPULG), berichtete unter dem Titel «Ausreiten in der Zukunft und wo reiten wir noch durch?» über seine Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erhaltung von Reitwegen in seiner Region. «Rund ein Drittel der Reitwege sind durch raumplanerische Umstrukturierungen bereits gestrichen worden», so Jenny. «Und weitere werden folgen, wenn man sich nicht rechtzeitig um die Verankerung des Pferdes als Verkehrsteilnehmer kümmert.» Er wünscht sich eine zentrale Kompetenzstelle auf nationaler Ebene. Denn er ist sich sicher, dass dieser Raum auch in anderen Regionen der Schweiz vermehrt unter Druck geraten wird. Der engagierte Mann appellierte deshalb an alle Vereine, sich stärker und vor allem rechtzeitig dafür einzusetzen. «Wenn raumplanerische Massnahmen anstehen, sollten Reitwege darin verankert werden, wie dies auch für andere Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger oder Velofahrer der Fall ist.» Ansonsten werde das Pferd sukzessive von den Naturwegen verdrängt. Aus eigener Erfahrung weiss er: «Wo ein Reitverbot erst einmal steht, da kommt es nicht so einfach wieder weg.»

 

GV 2017_Protokoll

 

Vernehmlassung zu Änderung von Verordnungen im Veterinärbereich

Im Rahmen der Vernehmlassung ging es um Anpassungen und Änderungen in folgenden Erlassen.

  1. Tierschutzverordnung
  2. Tierseuchenverordnung
  3. Verordnung des EDI über Ausbildungen in der Tierhaltung und im Umgang mit Tieren
  4. Verordnung des BLV über die Haltung von Nutztieren und Haustieren
  5. Verordnung des BLV über den Tierschutz beim Schlachten

 

Link zu den offiziellen Dokumenten

Stellungnahme der VP:

Die Vereinigung Pferd setzt sich in Ihrer Stellungnahme generell für einen Abbau der Regelungsdichte und administrative Vereinfachung ein.

Es wurden folgende Konkretisierungsanliegen deponiert:

Das BLV hat Vertreter des Cofichev darüber informiert, dass unter Veranstaltungen mit Tieren konkret solche gemeint sind, die mehr als einen Tag dauern und während denen die Unterbringung, die Fütterung und die Pflege der Tiere dem Veranstalter obliegen. Letzter Punkt ist im Übrigen im Vorschlag zur Änderung von Art. 1 Abs. 3 Bst. d der Verordnung des EDI über Ausbildungen in der Tierhaltung und im Umgang mit Tieren formuliert, man spricht hier von «Betreuung von Tieren an Ausstellungen, Tierbörsen und bei der Werbung». Demnach wären Reitturniere oder andere Pferdeveranstaltungen, bei denen die Pflege der Tiere direkt durch die Besitzer erfolgen, nicht von diesen Bestimmungen betroffen, auch wenn diese mehrere Tage dauern. Um jegliche Unklarheiten auszuschliessen, bitten wir um Verankerung dieser Definition in Art. 2 der Tierschutzverordnung.

Zudem hat sich eine inhaltliche Änderung in der Tierschutzverordnung, Art. 59, Abs. 4, eingeschlichen, die zu einer massiven Verschärfung des Schweizer Tierschutzgesetzes im Bereich der Pferdehaltung führen würde. Im Bericht ist jedoch klar erwähnt, dass es sich materiell um keine Änderung der Vorschrift handelt. Damit gehen wir davon aus, dass es sich um einen Fehler handelt. Wir bitten dieselbe Formulierung wie in der Vergangenheit zu verwenden, lediglich mit der Anpassung des Begriffs Equiden mit einer Altersangabe.

Zu folgenden Bestimmungen, die für die Schweizer Pferdebranche von Bedeutung sind, wurden konkrete Anpassungsanliegen formuliert.

Artikel Kommentar / Bemerkungen Antrag für Änderungsvorschlag (Textvorschlag)
Art. 59, Abs. 4, 4 Keine inhaltliche Änderung bzw. Verschärfung des Tierschutzgesetzes. Das Wort „mindestens“ soll wieder – wie bisher – mit dem Wort „längstens“ ausgetauscht werden oder mit einem vereinfachten, gut verständlichen Satz (s. Änderungsvorschlag) „Abgesetzte Fohlen müssen bis zum Beginn der regelmässigen Nutzung oder bis zum Alter von 30 Monaten in Gruppen gehalten werden.“
103, Bst. d Sollte die Definition « Veranstaltung » in Art. 2 TSchV nicht aufgenommen werden (siehe oben), beantragen wir eine Ergänzung zur Präzisierung dieser Definition in Abs. 1 bei Veranstaltungen, die mehr als einen Tag dauern und während denen die Unterbringung, die Fütterung und die Pflege der Tiere dem Veranstalter obliegen sowie bei der Werbung ist einen Sachkundenachweis zu erbringen
103a Sollte die Definition « Veranstaltung » in Art. 2 TSchV nicht aufgenommen werden (siehe oben), beantragen wir eine Ergänzung zur Präzisierung dieser Definition in Abs. 1 1 Bei Veranstaltungen mit Tieren, die mehr als einen Tag dauern und während denen die Unterbringung, die Fütterung und die Pflege der Tiere dem Veranstalter obliegen, muss die Veranstalterin oder der Veranstalter dafür sorgen, dass die Tierschutzgesetzgebung eingehalten wird und dass:
Art. 107a, 1 Die Meldepflicht für überregionale Veranstaltungen führt zu erhöhtem administrativem Aufwand für die Veranstalter, der nicht im Verhältnis zu den bisher genannten Vorteilen dieser Verordnung steht. Die VP bittet um eine ausführliche Begründung der gewünschten Meldepflicht. Zudem ist der Begriff „Überregional“ ungenau und lässt Interpretationsspielraum offen. Wir schlagen vor, diesen Begriff nicht zu verwenden. Streichung des Begriffs „überregional“
Art. 107a, 2 Die VP begrüsst die höheren Anforderungen an die Betreuung von Tieren an Veranstaltungen.
 

Art. 190, Abs. 1, Bst. e

Die Fortbildungspflicht von 4 Tagen in 4 Jahren für gewerbsmässige Klauen- und Hufpfleger ist angemessen. Die VP unterstützt den Vorschlag einer regelmässigen Weiterbildung.  

 

Reitverbot wegverhandelt.

Die VPULG (Verein Pferd und Umwelt Linthgebiet und Glarnerland) bat die VP um Hilfe.

Das generelle Reitverbot auf dem Schiessplatz Walenberg in Mollis GL wurde dank intensiven Gesprächen zwischen Vorstandsmitglied Jürg Liechti, VPULG-Präsident Ruedi Jenny und dem Kommandanten des betreffenden Schiessplatzes aufgehoben.